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Weine Cantina Cana di Galilea

        

Cana of Galilee

Hochzeitswein
Vintage 2013

Dieser Wein aus Carignan-Trauben ist leuchtend rot, mutet leicht an und ist ein weicher, runder Wein.

Enthält Sulfite.
0,75 l Flasche;
12% vol. alc.;

Preis: 8,90 Euro

(Literpreis: 11,87 Euro)


→ zum Messweinzertifikat
des Lateinischen Patriarchates

Santa Messa

Altarwein - zum kultischen Gebrauch bestimmt
Vintage 2015

Dieser Altarwein aus spät geernteten Muskat- und Chardonney-Trauben ist eine Koproduktion des Trappistenklosters Latrun mit Cantina Cana di Galilea.
Lieblich.

Enthält Sulfite.
0,75 l Flasche;
11,5% vol. alc.;

Preis: 10,45 Euro

(Literpreis: 13,93 Euro)


 

St. Gabriel

Vintage 2011;

Rotwein-Cuvèe aus Merlot- und Shiraz-Trauben; ein weicher, runder Wein mit schönen Beerenaromen.

Enthält Sulfite.
0,75 l Flasche;
13,5% vol. alc.;

Preis: 10,50 Euro

(Literpreis: 14,00 Euro)


 

St. Michael

Vintage 2014;

Rotwein aus Cabernet-Sauvignon-Trauben;

Enthält Sulfite.
0,75 l Flasche;
13,5% vol. alc.

Preis: 10,50 Euro

(Literpreis: 14,00 Euro)

 



 

Die Cantina Cana di Galilea wurde 1996 von Amer Kardosh, Nazareth, in Kana (Kafr Kanna) in Galiläa gegründet.

Die Entscheidung in Kana zu gründen ist der Tatsache geschuldet, dass in der Tradition des Johannesevangeliums, in dessen 2. Kapitel, die berühmte Hochzeit von Kana überliefert ist bei der, nach johanneischer Tradition Jesus sein erstes öffentliches Wunder tat. Darüber hinaus berichtet Joh 4,46 auch von einem zweiten Besuch Jesu in Kana und nennt zudem in Joh 21,2 Nathanael, einen Jünger Jesu, der nur im Johannesevangelium benannt ist, aus aus Kana stammend.

Über die historische Lokalisierung des Dorfes zur Zeit Jesu sind sich die Forscher nicht einig. Das Kana von heute (Kafr Kanna), wo es sowohl eine orthodoxe wie auch eine römisch-katholische „Hochzeitskirche“ gibt und wo auch das „Haus des Nathanael“ zu sehen ist, ist der traditionelle Ort. Die römisch-katholische Kirche wurde 1883 über den verfallenen Ruinen einer einstigen Moschee errichtet, die auf den Ruinen einer jüdischen Synagoge des 5. Jahrhunderts errichtet worden war.

Aber es gibt noch drei andere Orte, die das Weinwunder von Kana für sich beanspruchen: Chirbet Qana, 14 Kilometer nördlich von Nazareth, Ain Kana, ebenfalls in der Nähe von Nazareth und Qana im Libanon.

Von Chirbet Qana ist durch Ausgrabungen belegt, dass es ab 1200 v. Chr. ein besiedelter und später auch bedeutsamer Ort war, von dem aus der Eingang nach Jotapata, einem Zentrum des jüdischen Aufstands gegen die Römer und einen Fluchtpunkt der aus Jerusalem, nach der Zerstörung des Tempels, geflohenen Bevölkerung, kontrolliert werden konnte. Der deutsche Pilger Burchard, der in den Jahren von 1272 bis 1282 Palästina bereiste, lokalisiert hier das Wunder in seiner Schrift „Descriptio Terrae Sanctae“. Leider gibt es bisher hier noch keine Ausgrabungen.

Ausgrabungen in Kafr Kanna lassen uns wissen, dass der Ort zur Zeit Jesu ein bedeutsamer Ort war mit einer doch bedeutsamen Zahl an Einwohnern. Die Archäologin Yardena Alexander und ihr Team fanden bei verschiedenen Ausgrabungen nicht nur eine große Anzahl Tonscherben von Weinkrügen, wie sie zur Zeit Jesu üblich waren, sie fanden u.a. auch ein bedeutsames Ritualbad (Mikwe), welches darauf hindeutet, dass die aus Jerusalem geflohenen und vertriebenen Juden hier die, im Tempel nun nicht mehr möglichen, rituellen Reinigungen fortsetzten. Zudem deuten einige Ausgrabungsergebnisse darauf hin, dass in Kana wohl früh eine judeo-christliche Gemeinschaft zuhause war. In byzantinischer Zeit wurden die ersten Kirchen hier errichtet und später bauten auch die Kreuzfahrer hier eine Kirche. 1551 wurde die orthodoxe Kirche in Kana erstmalig errichtet, die 1886 durch einen Nachfolgebau ersetzt wurde, wozu der Anlass aber unbekannt ist. Im beginnenden 17. Jahrhundert beschreibt der Historiker Cuaresmius, welcher in den Jahren 1615-1624 sein Werk „Historica, theologica, moralis Terrae sanctae Elucidatio“ schrieb, Kafr Kanna als den Ort des Weinwunders. Beeindruckend war aber besonders eine Ausgrabung vor nur wenigen Jahren bei der in der Nähe von Kafr Kanna eine große Anzahl unterirdischer Katakomben ausgegraben wurde mit einem Fassungsvermögen für viele Menschen, die darauf hindeuten, dass der Aufstand der Juden gegen die römische Herrschaft von langer Hand geplant, sorgfältig vorbereitet und kein Moment spontaner Reaktion war.

Die Bedeutsamkeit Kafr Kannas wird aber auch noch an einem anderen Moment deutlich: am Titel des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, welcher in voller Länge lautet: „Patriarch der Heiligen Stadt Jerusalem und ganz Palästina, von Syrien, Arabien, Transjordanien, von Kana in Galiläa und des Heiligen Zion“.

Im täglichen Leben in Galiläa war zu Jesu Zeiten Wein ein bedeutsames Moment, wie auch Brot oder Olivenöl. Die Tradition zwang Familien, die Hochzeiten ausrichteten, mehrere Tage, meist 7 Tage, zu feiern und dafür hinreichend an Nahrung und Wein einzulagern. So ist die Angabe über die Größe der sechs Steinkrüge im Johannesevangelium nicht unbedingt unhistorisch. Zudem ist interessant, dass gerade in den Tagen Jesu eine besondere Welle der „Freude an der kultischen Reinheit“ durch das jüdische Volk zog. Deshalb wurden auch große Krüge aus Stein geschlagen, obwohl das weit anstrengender und teurer war, als diese aus Ton zu fertigen, weil dem Stein, im Unterschied zur Tonerde, mehr Reinheit zugesprochen wurde. Die im Johannesevangelium beschriebene Hochzeit scheint eine Feier in einer sozial durchaus höher gestellten Umgebung gewesen zu sein, da man nicht nur Gäste von außerhalb (Maria, Jesus und seine Jünger) eingeladen hatte, sondern auch über einen Mundschenk und über Diener verfügte.

Das in der Bibel geschilderte Wunder möchte mehrere Momente erläutern:

a.) Es handelt sich um ein nicht notwendiges Wunder. Maria, die Mutter Jesu, entdeckt zwar eine Not, da der Wein zu Ende gegangen war, doch machen die Worte des Mundschenks an den Bräutigam, nach dem Weinwunder deutlich, dass diese Not nicht wirklich bestand: die Gäste waren bereits betrunken. Hier kann man eine Nähe zu Psalm 23,5 entdecken: „Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.“ Jesus ist „wie“ Gott – er tut alles für sein Volk!

b.) Jesus ist mehr als Moses: Moses reinigte lediglich schlechtes Wasser in gutes, trinkbares Wasser; Jesus dagegen verwandelt Wasser in Wein.

c.) Mit Jesus und seinem ersten öffentlichen Auftreten ist die Prophezeiung des Hosea (2,18ff) über die neue Gemeinschaft zwischen Gott und seinem Volk angefangen worden: „An jenem Tag - Spruch des Herrn - wirst du zu mir sagen: Mein Mann!, und nicht mehr: Mein Baal! Ich lasse die Namen der Baale aus ihrem Mund verschwinden, sodass niemand mehr ihre Namen anruft. Ich schließe für Israel an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels und mit allem, was auf dem Erdboden kriecht. Ich zerbreche Bogen und Schwert, es gibt keinen Krieg mehr im Land, ich lasse sie Ruhe und Sicherheit finden. Ich traue dich mir an auf ewig; ich traue dich mir an um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, ich traue dich mir an um den Brautpreis meiner Treue: Dann wirst du den Herrn erkennen. An jenem Tag - Spruch des Herrn - will ich erhören: Ich will den Himmel erhören und der Himmel wird die Erde erhören und die Erde erhört das Korn, den Wein und das Öl und diese erhören Jesreel. Ich säe sie aus in meinem Land. Ich habe Erbarmen mit Lo-Ruhama (Kein Erbarmen) und zu Lo-Ammi (Nicht mein Volk) sage ich: Du bist mein Volk!, und er wird sagen: (Du bist) mein Gott!"

Weinbau hat in Palästina eine lange Tradition. Ausgrabungen belegen Weinkeller und -keltern in der zweiten Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr. und in der Geschichte über den Ägypter Sinuhe aus ca. 1200 v. Chr. wird Palästina gerühmt dafür, dass es dort mehr Wein gibt als Wasser.

Damals war es durchaus üblich Wein mit verschiedenen Gewürzen zu mischen a.) um den Geschmack zu verbessern und b.) um den Wein so besser zu konservieren.

Da der Alkoholgehalt des Weines oft höher lag als heute, servierte man Wein durchaus auch mit Wasser gemischt. Da aber Wein, im Unterschied zu Wasser, ein reines Getränk war, dürfte der Hinweis des heiligen Paulus in seinem 1. Brief an seinen Freund Timotheus durchaus einen historisch belegten, gut gemeinten Hintergrund haben: „Trink nicht nur Wasser, sondern nimm auch etwas Wein, mit Rücksicht auf deinen Magen und deine häufigen Krankheiten.“

Auch die Tatsache, dass die Arbeit im Weinberg häufig im Alten wie im Neuen Testament Erwähnung findet, beleuchtet die Wertschätzung die einst die Weinerzeugung genoss. Man wusste dass es viel Arbeit bedeutete den Weinberg zu hegen und zu pflegen und im Keller auszubauen: „Am Acker eines Faulen ging ich vorüber, am Weinberg eines unverständigen Menschen: Sieh da, er war ganz überwuchert von Disteln, seine Fläche mit Unkraut bedeckt, seine Steinmauer eingerissen. Ich sah es und machte mir meine Gedanken, ich betrachtete es und zog die Lehre daraus: Noch ein wenig schlafen, noch ein wenig schlummern, noch ein wenig die Arme verschränken, um auszuruhen. Da kommt schon die Armut wie ein Strolch über dich, die Not wie ein zudringlicher Bettler." (Spr 24,30ff)

In den Tagen Jesu war Wein immer wieder beliebtes Geschenk und er war Teil des Arbeitslohnes des Handwerkers.


Lateinische Hochzeitskirche in Kafr Kanna