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„Jordanische Blei-Bibeln“ doch keine moderne Fälschung

Wahr oder falsch? Wer kennt die Antwort. Die sogenannten „Jordanischen Blei-Kodizes“ sollen zwischen 2005 und 2007 von Beduinen in einer Höhle nahe dem Dorf Saham in der Nähe von Hamat Gader/Umm Qais in Nordjordanien entdeckt und daraufhin das nordisraelische Umm al-Ghanam bei Nazaret geschmuggelt worden sein. Der damalige Besitzer behaupte die „Bücher“ seien vor hundert Jahren von seinem Urgroßvater gefunden worden. Inzwischen wurden die Funde von vielen Fachleuten untersucht. Nachdem man zunächst auf dilettantische moderne Fälschung unter möglicher Verwendung alter Materialien tippte, muss man nun, nach weiteren Untersuchungen davon ausgehen, dass es möglicherweise die ältesten bislang überlieferten christlichen Schriften sind. Untersuchungen an der University of Surrey zeigen, dass zumindest einige der ringgebundenen Bücher aus Blei und Kupferplatten deutlich älter sind und die Eigenschaften antiker römischer Bleifunde aufweisen. Damit könnten sich nun doch erste Schätzungen bewahrheiten, wonach es sich bei den rund 70 Blei- und Kupferbüchern um einige der ältesten bislang bekannten und erhaltenen Niederschriften neutestamentarischer Texte handelt – datieren die Befunde zumindest die jetzt untersuchten Exemplare doch bis ins erste Jahrhundert n. Chr. und damit zur Zeit der Jünger Jesu. Für die Echtheit spricht unter anderem, dass anhand der Proben keine davon ausgehende radioaktive Strahlung festgestellt werden konnte, wie dies aufgrund atmosphärischem Poloniums für moderne Bleiproben charakteristisch ist. Des Weiteren zeige der Umstand, dass Schrift, Symbole und Darstellungen auf den Seiten erhaben und nicht eingraviert sind, dass es sich bei besagte Platten um Abgüsse handelt. Linguistische Analysen haben zudem gezeigt, dass es sich um die ältesten hebräisch-christlichen Dokumente überhaupt handeln könnte.