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Archäologen der Hebräischen Universität in...  mehr ›

Vatikan: „Leute in besetzten Gebieten sind entmutigt“

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NEU: Palästina-Faltkarte

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Judentum und Christentum - weitere Schritte der Annäherung

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Antikes Weingut und ein Badehaus gefunden

In Jerusalem sind, allerdings bereits im Frühjahr, ein...  mehr ›


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NEU: Palästina-Faltkarte

Unser Maaruf-Verlag hat eine neue Faltpostkarte aufgelegt.
Motiv: Die Flagge Palästinas.

A6 Karte quer
300g/m² Papier
innen weiß

Preis: 0,80 Euro/Exemplar

Die sogenannten "panarabischen" Farben prägen den Hintergrund vieler islamischer Staatsflaggen, so auch hier. Jede Farbe symbolisiert eine der großen Dynastien der islamischen Welt: der Umayyaden (weiß), der Abbasiden (schwarz) und der Fatimiden (grün). Das rote Dreieck steht für die Haschemitische Dynastie, die bis zum 31. Juli 1988 offiziell Herrscher im Westjordanland war.

Siedlungspolitik Israels und unsere neue Faltkarte

Am Montagabend (06.02.2016) hat Israels Parlament ein umstrittenes Gesetz gebilligt, mit dem Siedlerwohnungen auf palästinensischem Privatland rückwirkend legalisiert werden. Ziel des Gesetzes ist es, die Siedlungen des Westjordanlandes zu konsolidieren und weiterzuentwickeln. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas sprach von einem "Angriff auf unser Volk" und nannte das Gesetz eine "Kampfansage an die internationale Gemeinschaft". Die Entscheidung betrifft rund 4000 Wohnungen israelischer Siedler, die widerrechtlich auf privaten Grundstücken von Palästinensern gebaut wurden. Neben 2,9 Millionen Palästinensern leben dort mittlerweile rund 600.000 Israelis. Das Gesetz betrifft nach Angaben der Knesset zunächst 16 Siedlungen und Außenposten im Westjordanland. Es ermögliche dem Staat, palästinensisches Privatland, auf das israelische Siedler "unwissentlich oder auf Anweisung des Staates" Häuser gebaut haben, als Staatsbesitz zu konfiszieren. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Monat hat Israel bereits den Bau von rund 6000 neuen Siedlerwohnungen und einer ganz neuen Siedlung angekündigt. Zum einen ermöglicht der Knessetbeschluss die Enteignung palästinensischen Privatlandes erstmalig nicht nur aus Sicherheitsgründen im Rahmen des Militärregimes, sondern qua politischem Willen der israelischen Volksvertreter. Damit dehnt Israel seine Souveränität partiell auf dieses Gebiet aus. Zum anderen legalisiert Israel damit Siedlungen, die als Antwort auf den Oslo-Friedensprozess ausdrücklich mit der Intention gebaut worden sind, einen territorial integren palästinensischen Staat und damit eine Zweistaatenlösung zu verhindern.
Bis dato galten diese Siedlungen nach israelischem Recht als illegal. Dies ändert sich nun: Palästinenser, die ihr Eigentumsrecht an einer der nach dem Gesetz legalisierten Siedlungen nachweisen können, sollen 20 Jahre lang mit 125 Prozent der Summe einer potenziellen Pacht entschädigt, aber zugleich enteignet werden.