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Die Situation in den besetzten Gebieten

Wenn man heute, Jahre nachdem die Mauer nun steht, nach Bethlehem kommt, erlebt man zum einen, dass die Menschen sich arrangiert haben mit der Situation und versuchen darin zu leben und zu überleben, andererseits aber auch eine große Resignation. So viele haben die Stadt und die Umgebung bereits verlassen. Es gibt kaum Arbeit.

Die weinigen die Arbeit "in Israel" haben müssen oft Stunden an den Übergängen ausharren; wer als Student nach Ramallah will, muss für die wenigen Kilometer einen genzen Tag einplanen.

Touristen kommen zwar, aber oft nur für wenige Stunden und sie lassen kaum Geld da; sie zeigen Mitempfinden und zugleich sind sie ängstlich. Bethlehem hat nicht den Glanz wie der Touristenbazar in Jerusalem. Man wagt es nicht die geführte Gruppe zu verlassen - oft gibt es dazu keine Zeit. Das Leben der Menschen in der Stadt kommt bei den Touristen meist nicht vor. Kaum ein Gespräch, kaum eine Begegnung. Bethlehem besteht für Viele die kommen, aus der Durchfahrt durch die Mauer, dem neuen großen Parkhaus für die Busse, der Geburtskirche und der Rückfahrt nach Jerusalem. Das war dann Bethlehem.
Die Menschen in Bethlehem selbst sind traurig.

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Wer sucht Herberge?
Bethlehem könnte Herberge geben; es gibt viele, auch neue Hotels. Die Touristen und sogenannten "Pilger" aber sind in der Regel in Jerusalem oder in einem Kibbuz. Hinter der Mauer will niemand sein.